Picacho ist am 8. April 2008 ganz ruhig in unseren Armen eingeschlafen.

Ich melde mich noch bei allen die für Picacho alle Daumen und Pfötchen gedrückt haben

und mir so tröstend zur Seite standen und mitgebangt haben um unseren Schatz, aber ich kann momentan noch keinen klaren Gedanken fassen zu schmerzlich ist der Verlust.

Er fehlt soooooooo *wein*



Mitte Februar 08 fing Picacho leicht an müder und ruhiger als gewohnt zu sein.

Das war für mich erst einmal nicht unbedingt so ungewöhnlich,

denn jedes Jahr,

wenn es auf's Frühjahr zuging und er das Fell wechselte,

war das eigentlich immer so, und deshalb machte ich mir zuerst auch noch nicht so viele Gedanken darüber,

obwohl es in meinem Bauch empfindlich grummelte

und ich ein ungutes Gefühl, ganz tief unten, hatte.

Essen, Trinken und Klöchen war noch alles regelmäßig und ganz normal.

Weil dieser Zustand sich nicht änderte, Picacho aß auch schon weniger, verabreichten wir ihm erst einmal seine Wurmkur, was jedoch auch keine Besserung brachte.

Ich wurde zusehends unruhiger und wir brachten Picacho am 4. März zum TA.

Dort wurde er untersucht.

Diagnose: 40° Fieber und höchstwahrscheinlich eine Magen-Darm-Infektion.

Er bekam Antibiotika.

Weil sein Befinden sich nicht veränderte, brachten wir ihn nach ein paar Tagen erneut zum Arzt.

Der beruhigte uns und sagte, dass es dauert mit diesem aggressiven Virus bis er weg ist,

Picacho bekam wieder Antibiotika und ein Fieber senkendes Mittel, weil er immer noch bei 40° lag.

Mein Bauch begann heftiger zu rebellieren.

Wir waren dann weitere Male beim Doc,und Picacho wurde immer aphatischer. Mittlerweile war ich mir sicher, dass die Diagnose nicht stimmt, nicht stimmen kann.

Warum höre ich nicht sofort auf meinen Bauch?? Der sagt mir doch immer die Wahrheit, jetzt mache ich mir deswegen große Vorwürfe,

und im Nachhinein auch viele Gedanken

warum dem kleinen Kerl nicht einmal Blut abgenommen wurde????

Das soll aber nicht negativ gegen unseren Tierarzt sein, denn er ist ein sehr guter und mitfühlender Arzt.

Die Diagnose *Magen Darm Virus* klang so wahrscheinlich, weil der gerade bei uns im Umlauf war, und viele Katzen und Hunde daran erkrankt waren, die genau die gleichen symptome wie Picacho hatten, und es auch bei denen sehr lange dauerte bis der Virus weg war.

Nun kam Ostern, und es gab keinen Tag an dem wir nicht beim Arzt waren.

Ich war nur noch am heulen und die ganze Familie hat mit Picolino gelitten, immer davon ausgehend, dass er immer noch **nur**einen Magen Darm Virus hat.

Aber der Bauch !!! Mein Bauch !!

Ein schlechtes Gewissen hatte ich auch, weil ich meinen Schatz andauernd in die Transportbox stecken mußte, wogegen er sich wirklich massiv gewehrt hat.

Kafreitag Abend versuchte ich die Tierklinik zu erreichen, was mir jedoch nicht gelang, ich bekam die Info, dass unser TA Dienst hat.

Wir also Samstag und Sonntag wieder dorthin.

Der Kleine wollte gar nichts mehr essen, ich konnte ihm förmlich ansehen wie angewidert er von allem Eßbaren war.

Seine Kraft hatte da auch bereits merklich nachgelassen, sein Wasser brachte ich ihm andauernd an seinen Liegeplatz, der vorwiegend unter der Heizung war.

Und wenn er nicht dort war, lag er in unserem Bett und wollte einfach nur seine Ruhe haben.

Über Ostern wurde Picacho dann mit Astronautenkost für Katzen von mir zwangsernährt. -:((

Ostermontag morgens rief unser Tierarzt hier an, um sich nach Picacho zu erkundigen, ich teilte ihm mit, dass das Fieber auf 41° gestiegen sei.

Er sagte, wir sollen sofort kommen, aber ich erwiderte, dass wir mit ihm in die Klinik fahren, die hatten nämlich für 2 Stunden Feiertags-Notdienst, weil ich jetzt unbedingt eine 2. Meinung wollte, denn ich war so unruhig und hatte nur noch schlaflose Nächte.

Damit war er auch gleich einverstanden, er hätte uns Tags darauf sowieso dorthin überwiesen.

In der Klinik kamen wir auch sehr schnell ins Behandlungszimmer und Picacho wurde gründlichst untersucht und endlich wurde auch Blut abgenommen.

Bis zum Ergebnis warteten wir im Wartezimmer, ich dachte die Minuten würden zu Stunden.

Nach einer guten halben Stunde wurden wir erneut ins Behandlungszimmer gerufen und dort bekamen wir die

nierderschmetternde Diagnose

Leukose.

Der Himmel stürzte über mir / uns ein.

Herr Doktor Droste gab keine sehr gute Prognose ab, meinte aber, dass es einen Versuch wert wäre, Picacho an 4 Tagen hintereinander mit Interferon zu behandeln, das Medikament sei allerdings sehr teuer.

Mein Gott, der hat Nerven.

Es war mir /uns doch so was von egal was das kostet !!

Ich hätte alles für den Kleinen verhökert, wenn es notwendig gewesen wäre, und das Geld nicht gereicht hätte.

Auf alles, sogar auf einen Sechser im Lotto hätte ich verzichtet, wenn er dafür wieder gesund geworden wäre.

Wir waren also mit der Behandlung einverstanden, und er bekam gleich seine erste Injektion Interferon, sowie Fieber senkende Mittel.


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